Dienstag, 25. September 2007

angst vor terror?!?

nennt mich verrückt, aber in letzter zeit fallen mir immer wieder angsteinflößende gestalten auf, die seltsame dinge tun.
hauptursache meiner neuen furcht ist vermutlich der vereitelte anschlag auf den frankfurter flughafen. die erlebnisse von denen ich euch jetzt berichte, sind allerdings auch wirklich merkwürdig.

die erste mysteriöse erfahrung machte ich auf dem weg zur arbeit. am frankfurter bahnhof entdeckte ich einen mann, der verdächtig langsam umherschlich. das schleichen war allerdings noch nicht aller: er hatte auch noch einen ziemlich langen mantel an, den er mit beiden händen zu hielt. so schlich er da also mit seinem zugehaltenen mantel etwa 5-10 minuten herum und nebenbei führte er anscheinend selbstgespräche. man sollte vielleicht auch noch hinzufügen, dass es nicht irgendein mann war, sondern einer, der wie ein mann aus dem nahen osten aussah. das hat natürlich an sich nichts zu bedeuten - aber in dem zusammenhang ist es schon komisch, oder`?

naja alles in allem hab ich mir dabei nicht mehr sooo viel gedacht, wenn ich es auch als höchst merkwürdig empfand.

etwa 3 tage später machte ich dann auch schon die nächste furchteinflößende erfahrung. im zug von frankfurt nach fulda, saß ein mann rechts von mir. er schrieb etwas arabisches auf einen schmierzettel und beeilte sich ziemlich damit. - ok, was ist daran jetzt so schlimm, fragt ihr euch sicher... ich sag es euch
an der nächsten haltestelle, war der mann plötzlich weg. und was sah ich da auf seinem platz? da lag ein koffer! ein alter lederkoffer, mit zahlenschloss lag da so vor sich hin, direkt neben mir und der besitzer war weg.
nun geriet ich schon ein wenig in panik. geduldig wartete ich und da ich nicht hysterisch bin, suchte ich nach hinweisen. ein blick nach draußen auf den bahnsteig - da war er nicht. ein blick nach hinten - da war er auch nicht. erst ein blick auf die wc-anzeige machte mich ein wenig ruhiger: sie leuchtete. dem entsprechend musste jemand auf toilette sein.
etwa 5 minuten später kam der besitzer dann auch wieder, was mich wirklich zu tiefst erleichterte...

das dritte erlebnis hatte ich dann wieder mal im zug, auf dem weg nach darmstadt. dort saß ein mann schräg vor mir, der ebenfalls einen mantel trug. seltsamerweise schaute sich der mann ständig um und als ihm dann plötzlich etwas seltsam verpacktes aus der tasche fiel, hob er es sofort wieder auf und versteckte es wieder im mantel...
ihr werdet euch schon denken, dass es sich auch hierbei um einen mann handelte, der eher arabisch aussah als deutsch...

ok vielleicht bin ich paranoid und vielleicht interpretier ich auch zu viel in das verhalten von leuten, die aussähen als könnten sie terroristen sein.
aber vielleicht habe ich auch recht ...

Freitag, 6. Juli 2007

Ich arbeite für eine Prostituierte

Ja, gestern habe ich tatsächlich etwas herausgefunden, dass nun wirklich kaum noch einen Zweifel daran lässt. Auch wenn mich einige jetzt für eine neugierige Spionin oder sonst etwas halten, solltet ihr immer daran denken, dass ich nunmal Journalistin bin und deshalb steckt mir das investigative recherchieren quasi im Blut ;) Hehe, nene so schlimm ist es mit mir nicht aber man sollte ja schon so ungefähr wissen, für wen man da arbeitet und abgesehen davon hat meine Chefin auch nie wirklich ein Geheimnis aus irgendwas gemacht.
Nunja, was lässt mich also zu diesem Ergebnis kommen?
Beim gestrigen Babysitten durfte ich an den PC, um Filme zu gucken oder sonst was zu machen.
Man möge mich nun verurteilen, aber irgendetwas veranlasste mich dazu den Internet Explorer zu öffnen. Und da bei der Favoritenliste am linken Rand, die von anfang an geöffnet war und weshalb ich auch garnicht woanders hin gucken konnte, stieß mir etwas sofort ins Auge:
Links zu den Seiten strassenstrich.de und Strassenstrich Frankfurt, Darmstadt
Nunja, damit scheint das Geheimnis also gelüftet zu sein. Und wer mir mein Vorgehen jetzt vorwirft, den kann ich beruhigen: So wie ich das sehe und auch gestern erlebt habe, weiß sie, dass ich es weiß oder dass ich es mir denke und dem entsprechend sagt sie auch Dinge wie: "Ich hatte keine Lust weiter draußen rum zu sitzen, weil es sich nicht gelohnt hätte"
Natürlich ist es auch nicht die feine Art das direkt der ganzen Welt mit zu teilen aber 1. nenne ich keine Namen und 2. seid doch mal ehrlich: das ist doch genau das, was euch interessiert ;)

Donnerstag, 5. Juli 2007

Arbeite ich für eine Prostituierte?

Seit 2 Tagen bin ich Babysitterin für ein 5 jähriges Mädchen. Ihre Mutter ist alleinerziehend, der Freund liegt im Krankenhaus und ist wohl ne Weile außer Gefächt gesetzt. Sie arbeitet nebenbei, um sich etwas zur Sozialhilfe dazu zu verdienen und deshalb komme ich zum Einsatz.
Was hat das nun mit dem Titel des Blogs zu tun? Nunja ich erkläre es euch...
Bisher war ich an 2 Abenden dort. Am ersten Abend erklärte meine "Chefin" mir, sie würde mir je nachdem wie es liefe, auch mal mehr als die 4 €, die ich pro Stunde bekomme zahlen.
Nunja, sie ist sicherlich Kellnerin, dacht ich mir und überlegte nicht weiter.
Natürlich war ich ein wenig darüber verwundert, dass sie als Kellnerin lediglich von 23Uhr bis 2Uhr arbeitete aber dachte mir nichts weiter.
Gestern war ich dann schon ein wenig verwunderter, als sie dann mir zu Liebe, weil ich heute früh rausmusste meinte sie würde versuchen nur bis 0Uhr zu machen. Sie verließ das Haus an dem Abend erst gegen 22Uhr...
Nur 2 Stunden arbeiten? Und das als Kellnerin? Schon merkwürdig aber ich dachte mir wieder nichts dabei.
Misstrauisch wurde ich erst als sie gegen 0 Uhr wieder kam und mir eröffnete, dass es seit sie draußen wär nicht geregnet hätte. Vielleicht arbeitet sie in nem Biergarten als Kellnerin, dacht ich mir und wollte gehen.
Kurz darauf fand meine Verwirrung jedoch ihren Höhepunkt, als ich beim Aufstehen plötzlich bemerkte, dass da 2 Kondome auf dem Tisch lagen, die vor ihrer Heimkehr eindeutig noch nicht da waren. (Man bemerke, dass ihr Freund zur Zeit im Krankenhaus ist)
Wie ihr euch vorstellen könnt, bin ich auf Grund dieser Indizien nun ein wenig verwirrt und stelle mir die Frage, was die Liebe da wohl nebenbei arbeitet...Sollte ich tatsächlich für eine Prostituierte vom Darmstädter Bahnhofsstrich arbeiten?
Ich halte euch auf dem Laufenden, was heute und in den nächsten Nächten passiert ;)

Montag, 2. Juli 2007

ui ein neues online-game mit sucht potential

http://spielwelt17.monstersgame.net/?ac=vid&vid=60149616
druffgliggn und los gehts ;)

Studiengebührenboykott - Solidarität hin oder her...

In Hessen sollen die Studiengebühren boykottiert werden.
Das steht ja mittlerweile schon seit ner Weile fest und auch der UniSpiegel berichtet schon. Laut ihm stehen die Chancen in Hessen wohl auch garnicht mal so schlecht die Gebühren abzuwenden.
An sich ist das ja auch alles super mit der Unterschriftensammlung, den Demos und dem Boykott.
Ich würde auch sehr gerne mit boykottieren aber ich bin da auf ein kleines Hindernis gestoßen, dass vermutlich noch mehr Leuten Kopfschmerzen bereiten wird.
Den Studenten, die BaföG empfangen, steht ja bekanntlich ein Studiendarlehen zu Verfügung, auf das man keine Zinsen zahlen muss. Dem entsprechend werden sich sicherlich auch einige Studenten dazu entschließen dieses Darlehen zu nutzen.
Auch ich wollte dies tun. Gleichzeitig wollte ich aber auch die Studiengebühren boykottieren, in dem ich die 500 Euro auf das eingerichtete Treuhandkonto überweise. Wie ich aber erfahren musste geht nur ein: Entweder das Darlehen nehmen, bei dem das Geld direkt an die Hochschule geht oder das mit dem Darlehen lassen, Solidarität zeigen, 500Euro zusammenkratzen und mit boykottieren...
Nun frage ich mich wievielen anderen BaföG Empfängern, die den Boykott auch unterstützen wollen, es noch so geht. Welcher Fakt wird da wohl gewinnen? Die Solidarität oder wieder einmal das liebe Geld?

Donnerstag, 7. Juni 2007

An alle Leute mit nem schnellen Auto

Wie bereits vor einigen Tagen, hatte ich auch gestern wieder ein tolles Erlebnis beim Autofahren. Auf dem Weg von Darmstadt nach Gotha, musste ich mich einige Male ziemlich aufregen. Der Grund? Nervige und rücksichtslose Raser!
Da fährt man auf einer zweispurigen Autobahn - rechts überall LKWs und links die PKWs. Ein paar hundert Meter vor uns ein Elefantenrennen. Das Resultat: Die PKWs auf der linken Spur können ihre 150km/h nicht mehr beibehalten und werden langsamer. Es beginnt zu stocken, bis man schließlich nur noch 60km/h drauf hat.
Einige Minuten später ist das Rennen vorbei. Alle werden langsam wieder schneller...zumindest versuchen sie es. Nun könnt ihr euch sicher vorstellen, dass es auch für mich nicht besonders angenehm ist anstelle des sonst gewohntem 120PS Autos eins mit nur 75PS zu fahren. Aber das ist noch lange kein Grund dafür, dass sich Leute mit nem fetten BMW oder sonst was aufführen wie Idioten.
Ich versuche also so schnell wie möglich zu beschleunigen. Trete das Gaspedal voll durch. Leider bringt das bei so wenig PS nun auch nicht so viel und es dauert halt ein Sekndchen länger als bei den Autos mit doppelt so viel PS. Nun fahre ich also so auf der linken Spur - rechts immernoch überall LKWs, und warte darauf endlich wieder die 130km/h von vorher zu erreichen, als hinter mir so ein Arschloch im BMW anfängt dicht aufzufahren und die Lichthupe zu betätigen.
Dieses Erlebnis hatte ich an diesem Tag nicht nur ein Mal, sondern drei Mal und das finde ich zum Kotzen!
Was bilden diese Prolls sich eigentlich ein? Nur weil sie in de Moment das schnellere Auto haben heißt das nicht, dass sie sich so aufführen können. Und was bitte sollte ich ihrer Meinung nach tun, wenn bei einer zweispurigen Autobahn nunmal rechts alles voller LKWs ist?
Und überhaupt: Ich lache diese Prolls mit ihren fetten Karren doch auch nicht aus, wenn ich ihren kleinen Schwanz sehe, den sie hinter dem BMW verstecken! Also bittte liebe Raser und Möchtegerns: Lasst so nen Scheiß und kompremiert eure Energie lieber darin bessere Techniken beim Sex zu erlernen, damit ihr die Größe wieder gut machen könnt ;)

Sonntag, 3. Juni 2007

Schwangerschaftshype

Mit Schrecken musste ich heute feststellen, dass der Monat Juni allerlei Dinge verbirgt. Neben unzähligen Klausuren, unfertigen Reportagen, nervzerreißenden BaföG-Anträgen, zeitraubenden Referaten und einem Erfahrungsbericht, stehen auch noch ziemliche viele Geburtstagsfeiern und andere festliche Veranstaltungen an.
Da fragt man sich doch, warum man eigentlich in einem Monat so gar nichts los ist und im nächsten dann sau viel. Abgesehen davon scheinen ziemlich viele Menschen im Juni Geburtstag zu haben.
Das bringt mich direkt zu einer Beobachtung, die ich inzwischen schon mehrmals gemacht habe. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich dabei um eine ansteckende Krankheit oder den Nachboten der Fußball Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer handelt, aber anscheinend gibt es zur Zeit ziemlich viele Schwangere.
Egal wo man hingeht. In der Stadt, im Park und sogar an der Uni! Die dicken Bäucher scheinen die Runde zu machen. Um so verwunderlicher, da es sich bei Darmstadt doch um eine Stadt mit relativ vielen Männern und relativ wenig Frauen handelt. Demnach müssten von den 30 Prozent der Frauen inzwischen schon ein Drittel schwanger sein!
Vielleicht wollen auch alle nur das neue Elterngeld bekommen oder haben frühzeitig von der geplanten Erhöhung des Kindergeldes Wind bekommen. Außerdem sollen ja Studentinnen mit Kind von den geplanten, aber anscheinend noch weiter bekämpften, Studiengebühren befreit werden.
Handelt es sich bei dem Schwangerschaftshype also nur um einen Trick, um an Geld ran zu kommen? Das fände ich den Kindern gegenüber mehr als unfair.
Wobei, wenn ich es mir recht überlege, wäre das doch schon ein brauchbarer Segen mit dem Geld...Meint ihr es reicht mit ner Schwangeren zu reden, um angesteckt zu werden? ;)

Donnerstag, 31. Mai 2007

Unfreundliche Darmstädter

Zu meinem Bedauern musste ich neulich feststellen, dass die Darmstädter nicht besonder freundlich zu Fahranfängern und noch dazu diskriminierend sind.
Als ich mit meinem PKW mit ostdeutschen Kennzeichen und auffäligen Anfängerschild durch Darmstadt fuhr kam ich an eine 3-spurige Stelle. Die Linke Spur, auf der ich mich befand, war wie die Mittlere auch zum links abbiegen. Die Rechte für Rechtsabbierger. Ich musste von der Linken zur ganz rechten Spur. Leider hat mich aber niemand auf die rechte Spur gelassen. Im Gegenteil: Da treten die Säcke (es waren ausschließlich Männer in protzigen Kisten) noch aufs Gas.
Während ich da nun so nach hinten blickend, ob mich nicht doch einer reinlässt, weiterfuhr, bemerkte ich plötzlich eine sich vor mir bildende Schlange vor der Ampel. Mit ziemlich hoher Geschwindigkeit, Schweißperlen auf der Stirn und einer ruckartigen Lenkradbewegung nach rechts, konnte ich einen Aufprall gerade noch vermeiden und wie durch ein Wunder, war in diesem Moment auch eine kleine Lücke auf der rechten Spur für mich frei geworden.
Nun könnte man meinen, dass das Ganze meine eigene Blödheit und Unfähigkeit war, was ich auch gerne zugebe aber ich denke es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass man mir TROTZ Anfängerschild (!!!) und "ausländischem" Kennzeichen (!!!) höchst unfreundlich entgegentrat. Ich fühle mich deshalb von en Darmstädtern diskriminiert, da ich der Meinung bin, dass sie das nur wegen meines ostdeutschen Kennzeichens getan haben.

BKK Pfalz

Der nun folgende Blog wird für die meisten eher uninteressant sein. Mir geht es eher darum nen bösen Feldzug gegen die BKK Pfalz zu starten. Wenn ihr wissen wollt warum, solltet ihr vielleicht doch weiter lesen!
Alles fing damit an, dass mein Vater sich mit ner Gaststätte selbstständig gemacht hat. Naja und jeder Selbstständige, muss sich halt normalerweise privat versichern. Deshalb hat mein Vater von der AOK zur BKK Pfalz gewechselt. Die wollten ihn jedoch nicht als Privatversicherten nehmen, weil er sie zu viel kosten würde. Naja also hat mein Vater sich dann halt nur gesetzlich über die BKK Pfalz versichern lassen. Dafür musste er dann monatlich knapp 200 Euro zahlen.
Nun solltet ihr auch wissen, dass die Gaststätte meines Vaters insgesamt nicht so gut lief und 200 Euro nur für die Versicherung pro Monat schon ziemlich viel is, wenn man keine Einnahmen hat. Deshalb hat mein Vater die Gaststätte auch nach einem Jahr wieder zu gemacht und wollte auch die Krankenkasse wieder wechseln.
Nunja auf einmal viel den lieben Leuten von der BKK Pfalz auf, dass sie meinen Vater ein Jahr zuvor nicht als Selbstständigen, sondern als Ich-AG eingestuft hatten. Dazu solltet ihr wissen, dass der Beitrag, den ein Selbstständiger zahlen muss nicht nur 200Euro monatlich, sondern sogar 300Euro sind.
Nunja...Fehler passieren. Aber wie die BKK Pfalz damit umgeht, ist echt dreißt!
Mein Vater schuldet der BKK Pfalz jetzt quasi etwas mehr als 1000 Euro, die er nun auf einmal zahlen sollte. Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, hat mein Vater nicht besonders viel Geld eingenommen und ist auch so nicht besonders reich. Demnach sind 1000 Euro auf einmal schon ein gewaltiger Brocken Geld für etwas, das man nicht selbst verschuldet hat.
Da mein Vater aber durchaus eingesehen hat, dass er das Geld zahlen soll, bot er der BKK Pfalz an monatliche Raten von etwa 50 Euro zu zahlen.
Nun telefonierte er kürzlich mit einer recht unfreundlichen Dame der BKK Pfalz, die ihn anmotzte, wie er denn nur so geringe Raten zahlen könne, wenn er doch immerhin über 1000 Euro Schulden habe. Außedem verlangte sie von ihm eine sofortige Zahlung von 300Euro, damit sie eine Ratenzahlung überhaupt akzeptieren können. Zudem müsste er im Anschluss daran monatliche Raten von mind. 90 Euro zahlen.
Nun frage ich mich eins: Liebe BKK Pfalz - was soll das? Ihr habt einen Fehler gemacht und hättet ihr meinen Vater von Anfang an richtig eingestuft, hätte er sich vermutlich niemals selbstständig gemacht, da es von Anfang an zu teuer gewesen wäre. Zudem: Wenn er gewusst hätte, dass ihr ihn eh nicht privat versichert, hätte er auch zu geringeren Beiträgen bei der AOK bleiben können. Und jetzt verlangt ihr ernsthaft von einem Mann, der seit über 2 Jahren kein wirkliches Einkommen mehr hat das alles auf einmal zu zahlen? Nur weil ihr unfähig seid?
Mal ehrlich: Das ist echt scheiße!

Mittwoch, 30. Mai 2007

Live-Blog Social Software

So ihr Lieben,
damit ich mich nicht vorne abquälen und ein Referat halten muss, habe ich mich dazu entschlossen während dem Social Software Kurs live zu bloggen.

Es ist 14.45Uhr. Bin leider auf Grund einiger Missverständnisse einige Minuten zu spät zum Seminar gekommen. Das ganze hat den Ablauf aber nicht weiter gestört, da eh noch nicht angefangen wurde. Habe dann weitere 5 Minuten gebraucht, um den Lappi hochzufahren und endlich ins Internet zu kommen.

Inzwischen hat der Vortrag von Eva und Judith über Blogs als PR-Mittel begonnen. Dabei haben wir erfahren, dass Knut seinen Blog gar nicht selber schreibt, sondern ein Typ vom RBB (Torsten Rupprich oder so) das ganze schreibt. - Ich fühl mich verarscht :(

Es folgen wilde Spekulationen über geheime Geldgeschäfte zwischen Zoo und RBB...Man mutmaßt der RBB würde den Zoo bezahlen aber die Wahrheit bleibt ungeklärt.

14.50Uhr. Judith zeigt uns jetzt den Schlämmerblog. Der Schlämmerblog wird von Horst Schlämmer, alias Hape Kerkeling oder seine Praktikantin, die übrigens über eine Internetwahl bestimmt wurde, geschrieben. In diesem Blog sind wohl einige Podcasts, die eigentlich nur Videoausschnitte sind. Dort sieht man den lieben Horst während der Fahrstunden. Hab das Ganze auch schonmal im TV gesehen. - Sehr lustig, ne Liebsche ;)

Der Blog wird mittlerweile übrigens nicht mehr aktualisiert, da es von Anfang an ne PR-Methode von VW war. (Schleichwerbung - deshalb hat der Schlemmer wohl auch in nem Golf seine Fahrstunden gehabt) Geoutet haben sich die VW-Leute allerdings erst relativ spät. Das fanden die meisten Leute nicht so nett. -Klingt komisch, ist aber so :)
14.55Uhr. Eva stellt uns jetzt negative PR vor. Es geht um Don Alphonso (wahrer Name:Rainer Meyer - hmm erinnert mich an Atze Schröder...wie hieß der noch? hUBErtUs ALbeRs oder sowas :P), der ja einige böse Dinge über StudiVZ geschrieben hat. (Übrigens hat Eva inzwischen einen sehr guten Kontakt zu Don ALphonso ;) )Das Ganze soll uns jetzt zeigen, wie Blogs auch negative PR machen können. (Kleine Anmerkung: Die Idee kommt von mir, war nämlich ursprünglich auch in der Gruppe und hab mich dann allerdings abgeseilt und mich fürs bloggen entschieden *fg*)
Don Alphonso´s Blog is auf Platz 5 der Blogs in Deutschland- Bravo!

15.00Uhr. Nun gehts um den heiß diskutierten StudiVZ-Skandal. Der liebe Reiner hat die bösen Machenschaften der StudiVZ-Gründer wohl eher durch Zufall herausgefunden. Als das dann durch die Medien ging, wurden ihm die "Quellen verstopft" - toller Ausdruck, den merk ich mir.

15.03Uhr. Nachdem mein Blick durch den Raum schweift, bemerke ich ein leichtes Desinteresse meiner Kommilitonen. Einige sind im Halbschlaf, andere Surfen und chatten, wieder andere kauen ihre Nägel und der liebe GvA kreist mit dem Fuß und testet, ob sein Kuli nach was schmeckt ( :P ). Mir fällt auch grad auf, dass da ein Ring am linken Ringfinger ist...Oha lieber GvA, hat die Zeit bei 2 boys 4 love doch einige Mädels angelockt ;) :P

15.05Uhr. Ich erhebe mich und bringe die Überreste meines aufgegessenen Apfels zum Papierkorb. Während dessen diskutiert man (eigentlich nur Eva und GvA) über der Schmlämmerblog und andere Dinge.

15.07Uhr. Ui Herr van Aaken eröffnet uns, dass er mal beim ZDF war (war da nich noch wer? Wiso -Schöhl??? :D ) und gibt uns eine Weisheit weiter: Ein bisschen PR sei wohl in jedem Blog, man solle ich allerdings nicht verbiegen lassen, wenn man bloggt. - Wow...

15.10Uhr. Das Referat ist vorbei. Die Menge jubelt und die Tische vibrieren unter heftigem klopfen. - Alle sind wieder wach.
15.12Uhr. GvA fällt ein, dass er die Veranstaltung heute eigentlich mitschneiden wollte. Leider hat er vergessen den Knopf zu drücken...Oh wie schade...

Nun erklärt er uns was zu Klausur. 60 Punkte- 60 Minuten - Jede Minute wird zählen. Was n shit. Angeblich soll es sich um Basiswissen handeln - Das halte ich für ein Gerücht! Außerdem sollen wir ständig GvA´s Blog lesen, um evtl. Klausurhinweise zu finden.
Für mich ist noch fragwürdig, warum wir diese Klausur überhaupt schreiben, obwohl Referate gehalten wurden und live-blogging betrieben und gepodcastet wurde usw. Abgesehen davon schreibt der andere Kurs, den wir hätten wählen können weder ne Klausur, noch müssen die sonst irgendwas machen. Ich fühle mich ein wenig benachteiligt, vor allem da unser Kurs insgesammt jedesmal ne halbe Stunde länger geht als die Textwerkstatt....

15.25Uhr. Nach kurzer Diskusion sind wir nun beim Thema Podcasts und anderer Krams. Ich werd jetzt ein paar klausurrelevante Sachen mitschreiben...

Wichtige Information für die Klausur:
Podcast

YouTube ist kein Podcast, da man es nicht abonnieren kann bzw. es hat kein RSS-Fead. Dave Winer hat das RSS 2.0 erfunden, wobei man das Ganze dann nicht genutzt hat. Erst Adam Curry hat 2004 ne Sendung produziert in der er es genutzt hat. Durch seine tolle Show (Daily Source Code) is es super berühmt geworden.

15.30Uhr. Verena packt Gummizeugs aus...Hmmm lecker...So weiter im Thema...
Apple hat übrigens nichts mit Podcasts zutun. Die hatten nur zufällig nen iPod erfunden, mit dem man das angucken konnte. In Deutschland gibts etwa 1600 Podcasts und eine geschätzte Nutzerzahl von 500 000 bis 1 000 000.

Surftipps: www.podster.de , bel etage (www.handelsblatt.com/beletage), wasmitmedien (www.welt.de/podcast), tellerrand (www.pimpmybrain.de) und der elektrische reporter (www.elektrischer-reporter.de)

15.40Uhr. Dank einer anfänglichen Sehnscheidentzündung meiner rechten Hand *jammer* *Mitleid erreg*, bekomm ich ne kurze Pause und noch n Gummikrams...Aber nu gehts weiter

Social Networks

= Plattformen im Internet, wo Menschen sich begegnen, um gemeinsam Dinge zu tun. Das GEIMEINSAME ist das Wichtigste.
Grundfunktionen (nicht alle notwendig, aber je mehr sie hat, desto sozialer):
  • User ausfindig machen und sie dann-->
  • als Kontakte hinzufügen (natürlich nur wenn sie wollen Eva ;) ) (Stufen der Intimsphäre <-> Wertigkeit des Kontaktes)
  • User nachverfolgen (mit Hilfe eines RSS-Feads nachverfolgen - soll laut GvA gerade für Beziehungen spannend sein :D)
  • Gruppen anlegen (Externe Gruppen- StudiVZ, für alle öffentlich, und Persönliche Gruppen - selber Leute in Gruppen einteilen--> übersichtlicher)
  • Foren/Chats (nicht immer dabei)
  • Gemeinsames Tagging (de.licio.us un so n krams) Folksonomies (Flach, mehrere Tags) vs. Taxonomies (=Dinge auf hierarchische Weise beschrieben Bsp. Foto von Hund beschreiben: Lebewesen, Säugetier, Hund --> über Hierarschie richtigen Ordner finden - nur einen!) Bsp. - flickr.com - da werden clusters gebildet
  • Voting Funktionen (Schwarmintelligenz = viele Leute können was einstufen bzw. bewerten)
  • Interne Nachrichten

16.00Uhr. Mir scheint, als wäre http://www.campusmagazin.de/ oder www.darmstadt.eins.de ein perfektes Beispiel dafür ;) *Werbung mach*

16.10Uhr. Sorry hab mich gerade ein wenig in den Welten von StudiVZ verloren und versuche jetzt wieder den Anschluss zu finden ;) Irgendwie kann man nach ner gewissen Zeit einfach net mehr zuhörn... Aso, bevor ich ess vergesse: Noch ein bissl Werbung für unseren lieben GvA www.praegnanz.de ;)

16.11Uhr. Hab grad eine neue Weisheit aufgeschnappt: AAL = Andere arbeiten lassen ;)

16.15Uhr. So langsam verfalle auch ich dem Bedürfnis abzuschalten. Es gibt nur noch eine Rettung: PAUSE!!!! Und als könnte der liebe GvA Gedanken lesen, lässt er uns ziehen-jippii

16.35Uhr. Aus der 10 Minuten Pause sind 20 geworden. Die Gänge sind einfach viel zu lang. Immerhin schafft man es auf dem Hinweg ein Balisto und auf dem Rückweg ein Bifi Roll zu verzehren...Egal. Nun zeigt uns GvA eine tolle Funktion von flickr. Wer sich ne Kamera kaufen will, kann bei flickr das entsprechende Modell suchen uns Fotos und Infos darüber finden. Sehr praktisch!

Bsp. für Social Networks:

Xing (business networking), flickr (photography), twitter (status), ebay (trading), youTube (video), myspace (communication), last fm (music), delight (shopping), plazes (geo locations), smava (loaning), del.icio.us (bookmarking), Qype (reviewing), upcoming (events), World of Warcraft (gaming) -->pfui!!!!! - siehe einer der ersten Blogs - Tim´s fantastische Welt oder so...

Mittlerweile ist es schon 17:10Uhr. Wir sind immernoch dabei uns die oben genannten Social Networks anzusehen. Momentan befinden wir uns auf. www.hitflip.de . Da gibts hübsche Delphine (ach nee, nach neuer Rechtschreibung: Delfine) und sogar ne eigene Währung. GvA findets auf jedenfall gut. www.upcoming.yahoo.com findet er weniger toll...

17.25Uhr. Wir surfen immernoch auf den Seiten rum und haben bei www.plazes.com herausgefunden, dass GvA vor 2 Wochen am Campus Dieburg war. Was n Zufall, da waren wir auch hier ;)

17.30Uhr. GvA hat mich per plazes in Darmstadt beim schlafen erwischt ;)

17.35Uhr. GvA hört gerne Moloko. Wieder was gelernt...

17.40Uhr. Die Plattformen müssen wir übrigens nicht alle kennen/können. Wir sollten nur so ungefähr wissen, was die machen und was die für ne Ausrichtung haben. Ansonsten klappen wir jetzt die Lappis und die Ohren zu und während der Gerrit redet, such ich nochma nach nem Bild von ihm, damit ihr alle wisst, wer das eigentlich is ;)

Aaah da....der Gerrit...damals noch als Teenie-Star bei der Kultband Base-Box ;)

17.55Uhr. Aus die Maus. Und jetzt alle ABSCHALTEN!!! ;)

P.S. Ich bedanke mich vielmals bei Danyo! Sry, dass ich dich vergessen hab ;)









Dienstag, 29. Mai 2007

Für alle Darmstädter: Der ultimative Dönercheck

Neulich hab ich für ein Projekt (www.campusmagazin.de *Werbung* ;) ) einen Dönercheck in Darmstadt gemacht, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Wer in einer Großstadt wie Darmstadt mal eben einen Döner essen will, hat es gar nicht so leicht. Bei der riesigen Auswahl fällt die Entscheidung schwer. Noch dazu weiß man nicht, was man bekommt. Damit ihr in Zukunft genau wisst auf was ihr euch einlasst, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und verschiedene Dönerläden getestet.

Da wird das Brot sogar selbst gebacken

Man mag es kaum glauben, aber eine Vielzahl der Dönerbuden hat sogar selbstgebackenes Brot. Die Qualität und sonstige Auswahl ist aber dennoch ziemlich unterschiedlich.

Der Side Döner am Willy Brandt Platz in Darmstadt gehört eher zu den Negativbeispielen. Natürlich ist das selbstgebackene Brot etwas ganz Besonderes und außerdem gibt es Tische und Stühle zum Hinsetzen. Der Döner an sich sieht auch sehr delikat aus. Das alles lenkt jedoch nicht vom Geschmack ab. Denn in dieser Hinsicht ist der normale Döner dort mit 3,50€ nicht nur zu teuer, sondern auch zu trocken. Die Soße, welche in Aussehen und Konsistenz an türkische Freischwimmer erinnert, wird selbst gemacht, ist aber zu flüssig. Letzten Endes schwimmt der Teller, doch Fleisch und Salat bleiben unberührt.
Wer also beim Side Döner bestellt, sollte gleich noch etwas zu trinken kaufen.

Auch bei Efendi in der Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt wird jeden Tag mehrmals Brot gebacken. Hier bekommt man zudem auch große Fladenbrote für wenig Geld. Der Hähnchen-Döner ist mit 2,50€ ziemlich günstig und auch sehr lecker. Auch das Ambiente mit den hübschen Zierkacheln im Gastraum ist gemütlich. Alles in allem ist das Preis-Leistungsverhältnis hier sehr gut.

Wer einen der besten Döner Darmstadts essen will, sollte dem Pallascenter in der Pallaswiesenstraße in Darmstadt einen Besuch abstatten. Hier gibt es neben dem Studentenrabatt (Studentendöner 3,00€, Normal 3,50€) und einer Rabattkarte (bei 10 Dönern gibt’s einen umsonst) auch selbst gemachte Soße aus der Ketchupflasche. Ein etwas ungewöhnlicher Anblick aber dafür umso leckerer und vor allem passend zum Humor des Inhabers.
Wer den nicht mal ausprobiert ist selber schuld.

Ein weiterer Favorit hat seinen Sitz in der Dieburger Straße 12. Bei Ido´s Döner gibt es ebenfalls Rabatt für Studenten, weshalb er vor allem bei TU-Studenten und im ganzen Martinviertel beliebt ist. Ein Studentendöner kostet hier ebenfalls 3,00€ und ein normaler 3,50€. Das Lokal ist zwar eher klein aber dafür fein. Abgesehen davon gibt es hier einen der wenigen Döner, bei denen auch ein Scheibchen Gurke zu finden ist.
Dafür lohnt es sich doch!

Ziemlich sympathisch

Einen riesen Sympathiepunkt sollte der Besitzer vom Harput Lezzet Döner in der Lauteschlägerstraße 3 bekommen. Naja, eigentlich eher seine beiden Söhne. Die sind mit ihren geschätzten elf Jahren nicht nur unglaublich süß, sondern auch sehr fleißig und aufmerksam. Beim Warten auf den Hähnchen- (2,50€) oder Kalbsdöner (3,50€), wird einem garantiert ein Tee angeboten. Eine weitere Besonderheit ist der Belag des Döners. Neben Rot- und Weißkraut, Salat, Fleisch, Tomate und Gurke bekommt man hier auch Karottenstückchen und eine Peperoni. Auch wenn das Brot nicht selbstgebacken ist schmeckt es dennoch gut. Außerdem lohnt sich ein Besuch schon allein, um die kleinen Hilfskellner in Jogginghose und Turnschuhen zu bewundern.

Für Vegetarier

Auch wenn der normale Döner bei Ye-Babam-Ye am Schloss eher unspektakulär ist, gibt es hier etwas ganz besonderes für die Anti-Fleisch-Fraktion. Der vegetarische Döner schmeckt um einiges besser als bei Anderen. Dies liegt nicht zuletzt an den gebratenen Auberginen und Paprika und dem mit Schafskäse gefüllten Zigarrenbörek. Mit 3,00€ ist dieser Döner für Studenten erschwinglich und bietet auch Fleischfans eine gesunde und leckere Abwechslung.
Hier gibt es übrigens auch ein spezielles Angebot für Studenten: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr kostet der normale Döner 2,99€ und ein Döner mit Getränk 3,50€.
Soll noch mal einer sagen Döner schmeckt nur mit Fleisch.

Lecker Soße von Knorr

Einen kleinen Schock erlebten wir im Takim Döner Kebap Haus in der Dieburger Straße, das eher ein Imbissstand, als ein Haus ist. Wer hier seinen Döner bestellt, weiß zumindest ganz genau, was in der Soße ist bzw. woher sie kommt. Die Verkäufer scheuen sich nicht, sich eine Knorr-Salatdressingflasche vor den Augen der Kundschaft unter den Arm zu klemmen, zu öffnen und über den Döner zu kippen. Nicht besonders appetitlich.
Da sind die 3,00€, die Studenten bei Ido´s Döner wenige Meter weiter zahlen, besser angelegt.

Es gibt auch Grenzen

Natürlich würden wir fast alles tun, um euch gut zu informieren aber manchmal geraten wir an unsere Grenzen. So geschehen bei Mak Döner in der Landgraf-Georg-Strasse in Darmstadt und beim Dönerstand in Dieburg (bei Edeka). Neben dem nicht ganz so verlockenden Anblick dieser Stände wurden wir auch von „Opfern“ auf die schlechte Qualität der Döner hingewiesen. Abgesehen davon hat es vor allem in Dieburg, wo ein Döner 3,50€ kostet, der Preis in sich.
Also: Lieber Hände weg!


Für alle die mehr wissen wollen

Wo kommt er eigentlich her, dieser Döner? Und wie heißt er mit vollem Namen? Sein richtiger Name lautet „ das sich drehende Gebratene“ (von türkisch dönmek: "sich drehen" und kebap: "das Gebratene"). Mit dem ursprünglichen osmanischen Gericht hat der Döner, wie wir ihn in Deutschland kennen, rein gar nichts zu tun. So taucht er bereits in Reiseberichten des 18. Jahrhunderts auf. Damals wurde ausschließlich Hammelfleisch verwendet, was an einem Spieß gegrillt und anschließend mit Reis und einer scharfen Soße serviert wurde. Auch heute isst man das Kebap-Fleisch in der Türkei selten im Fladenbrot, sondern vom Teller. Und auch die sonst so vertraute Soße sucht der Deutsche dort vergebens. Typische Beilagen sind vielmehr gebratene Paprika und andere Gemüse.
Nach Deutschland kam der „Döner“ in den siebziger Jahren. Unsere übliche Variante mit Salat und der Joghurtsoße wurde in Berlin-Kreuzberg von türkischen Einwanderern erfunden. Typischerweise im Fladenbrot serviert enthält der „Deutsche Döner“ meist noch Tomaten, Zwiebelringe und oft auch Weißkraut oder Rotkohl. Mittlerweile sind aber auch zig andere Varianten denkbar. Allerdings: Seit `89 gilt die rechtlich bindende „Festschreibung der Berliner Verkehrsauffassung für das Fleischerzeugnis Dönerkebap“. Darin ist die Zusammensetzung weitgehend geregelt.



In diesem Sinne, guten Appetit und denkt dran: Nur Döner macht schöner!

Fauler Sauhaufen oder einfach nur StudentenWG

Als ich heute nichts ahnend, gestresst und völlig ausgehungert von einem Bewerbungsgespräch bei darmstadt.eins (jaa ich wurde genommen ;) ) nachhause kam, wurde ich mal wieder von einem Gefühl namens Ekel überkommen. Wie so oft hatten meine lieben Mitbewohner alles stehen und liegen lassen und sich dann aus dem Staub gemacht.

Kurze Info für alle, die es noch nicht wissen: Ich lebe in einem Haus zusammen mit 5 anderen Studenten.

Das alles könnte auch so schön sein, wenn es da nicht neben dem immernoch kaputten und ständig dreckigen Bad (siehe ein paar Blogs vorher + Bild rechts) ein allgemeines Faulheitsproblem gäbe. Im Allgemeinen könnte man dies auch als "ich habs nicht gemacht, also muss ichs auch nicht wegmachen"- Gefühl bzw. teilweise auch die Einstellung "ich habs zwar gemacht, aber jemand anderes wird es schon beseitigen" bezeichnen. Okay ich beende mal mein Drumherumgeschwafel und gebe euch Beispiele. (Natürlich mit geänderten Namen, damit sich auch niemand angegriffen fühlt ;) )

Da wäre z.B. Ben (Name geändert ;) ). Er wohnt noch nicht besonders lange hier, hat aber anscheinend in seinen 21 Jahren, die er bereits auf dieser Erde verweilt noch nie etwas machen müssen. Soweit ich weiß wird er sehr von seiner Mutter verwöhnt und hat nie nen Finger krumm gemacht. Ihr könnt euch vorstellen, dass er sich hier jetzt auch dem entsprechend verhält. Das Essen bleibt so lange im Kühlschrank, bis sich lebende Kulturen darauf niederlassen, die Töpfe stehen in der Spüle, um nach 3 Wochen von Pilzen überwuchert zu werden usw. .

Da ich nach einiger Zeit keine Lust mehr hatte die Töpfe vorm Pilzbefall zu retten, da ich sie ja immerhin auch noch benutzen will (Ben´s Essen ist mir nicht so wichtig, aber ich habe ihm eine freundliche Notiz auf einer Packung hinterlassen. Da steht: "Achtung! Schimmel!". Ich hoffe es hat ihn vom essen abgehalten...) habe ich extra für Ben einen Zettel in der Küche aufgehangen.
Auf diesem habe ich groß und deutlich darauf hingewiesen, dass sich Töpfe nicht von allein spülen und jeder seinen Kram selber weg zu räumen hat.

Ob es was genützt hat? Nein! Unser lieber ben hat sich nämlich nicht angesprochen gefühlt. Nungut ich gebe natürlich nicht auf und bleibe weiter dran...

Ok dann wäre da noch Manni (Name geändert), der ab und zu für einige Tage bei uns lebt. In dieser Zeit scheint das ohnehin schon unsaubere Haus immerwieder einen neuen Tiefpunkt zu erreichen. Die Teller und Flaschen bleiben auf dem Wohnzimmertisch stehen, ebenso Krümel und andere Essensreste.
Aber Manni ist nicht der Einzige der das mit der Sauberkeit so handhabt. Ein weiteres, etwas unappetitlicheres Beispiel ist die Dusche, in der es sich häufig Haare von verschiedensten Menschen, aus verschiedensten Körperregionen bequem machen.
Nungut - genug dazu. Ich will euch ja nicht den Rest des Tages verderben. Kommen wir lieber dazu, was ich gegen all dies Treiben unternehme.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, renne ich, als temperamentvolle und laut Zeugnisbeurteilungen "vorlaute" Thüringerin regelmäßig schreiend, fluchend und natürlich auch putzend durch das Haus. Ich habe schon versucht alles einfach verkommen zu lassen, bis jemand anderes darauf aufmerksam wird und es beseitigt- sinnlos. Bereits nach 5 Tagen musste ich aufgeben, da ich sonst vor lauter Abscheu weder essen noch duschen hätte können.

Nun frag ich euch: Was soll ich tun? Bitte helft mir, ich bin verzweifelt!



Montag, 2. April 2007

3 Weiße Tauben das Finale

Vielleicht ist es nur ein neuer, geheimer Terrorplan der raffinierten dicken Taube aber zur Zeit scheint sie tatsächlich von mir abgelassen zu haben. Ich vermute, dass die neulich erschienene kleinere, vermutlich weibliche Taube (bekannt aus 3 weiße Tauben die 2. oder so...) dafür gesorgt hat, dass mein Lieblingstäubchen entweder nichtmehr gurren kann oder es nicht mehr tun brauch. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, aber ich bin ihr zu tiefstem Dank verpflichtet. Alles in allem erinnert mich diese Geschichte an Männer und ihre Ähnlichkeit mit Hunden. Wenn ich so drüber nachdenke sind Männer auch Tauben sehr ähnlich. Sie nerven so lange herum, bis man sie ran lässt und dann sind sie wieder still Nungut ihr Freunde der Taube: Dies scheint das Ende der Gurrtauben-Ära zu sein aber ich bin mir sicher, dass sich bald etwas Neues findet über dass ich berichten kann...

Mittwoch, 28. März 2007

3 Weiße Tauben die 2.

Einige von euch werden sich sicher fragen, was eigentlich aus der gurrenden Taube geworden ist und ich kann euch sagen: Sie gurrt immernoch! Allerdings gab es einen kleinen Zwischenfall...Nachdem ich weiterhin sowohl morgens, als auch den Rest des Tages vom Gesang der lieben taube verwöhnt wurde, bemerkte ich eben, dass sie sich mit nicht allzu großer Geschwindigkeit auf mein Fenster bzw. das direkt darüber liegende Dach zubewegte. Dort angekommen, erblickte ich plötzlich noch eine zweite Taube. Nach kurzem Umhergeflatter begaben sich die beiden wieder auf die gegenüberliegende Fensterbank. Erst jetzt war es mir möglich das sich anbahnende faszinierende Spektakel besser beobachten zu können.Die 2. Taube, war eine etwas kleinere, nicht ganz so gut Gepolsterte (man könnte mutmaßen, es handle sich um eine Weibliche). Zunächst standen sich die beiden nur gegenüber. Doch dann begann meine kleine Lieblingstaube damit sich im Kreis zu drehen und das mir so wohl bekannte Geräusch zu machen. Langsam bewegte sie sich auf die kleinere Taube zu. Daraufhin bewegte sich besagte Kleiner ein Stück weiter weg. Worauf die Dicke ihr folgte. Nun begann eine Art "Hasch mich ich bin der Frühling"-Lauf von einer Ecke des Fensterbrettes zur nächsten. (Man sollte dazu sagen, dass es sehr interessant aussieht, wenn sich 2 Tauben gegenseitig verfolgen, da die allseits bekannte Kopfbewegung dann immer schneller und zudem noch synchron stattfindet)Und dann war er da. Der große Augenblick, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Die beiden tauben flogen weg.Sollte dies bedeuten, dass ich von nun an wieder ausschlafen kann? Wir werden es sehen...

Dienstag, 27. März 2007

Sextampons

Neulich, als ich mich zu nächtlicher Stunde auf dem Heimweg befand, kam ich am örtlichen Dolly-Buster-Center vorbei. Dabei konnte mein Blick natürlich nicht an den interessanten Dingen im Schaufenster vorbeigleiten und so kam es, dass ich sehr erstaunliche Dinge zu Gesicht bekam. Neben dem üblichen Sortiment an diversen verhütungsmitteln, Cremes und Gels, die das "gleiten" erleichtern sollen, diversen Simulationen eines männlichen Geschlechtsorgans und aufreizender essbarer Unterwäsche, sah ich etwas, dass mir bislang gänzlich unbekannt war: Sex-Tampons.Nun war es mir leider nicht möglich in besagtes Geschäft hineinzugehen, um mich weiter zu erkundigen was sich dahinter verbirgt. Also machte ich mich mit journalistischem Können auf die Suche nach Informationen über dieses ominöse Sex-Tampon. Fündig wurde ich unter anderem hier: link . Wer sich nun einmal diese Bilder anguckt wird vielleicht zunächst etwas überrascht über das Aussehen dieser Gerätschaft sein. Doch was mich eigentlich viel mehr beschäftigt ist die Frage danach, wie man dieses Ding eigentlich wieder herausbekommen soll. (Für alle, die sich jetzt immernoch nicht überwinden können auf den Link zu gehen, um sich ein Bild anzugucken: Bei diesem Tampon handelt es sich um ein etwa 1 cm hohes, 1 Eurostück großes, schaumstoffartiges Ding, welches weder Band noch sonst etwas besitzt.)Wenn es kein Bändchen oder sonst irgendetwas hat, kann man doch unmöglich nach dem Geschlechtsverkehr daran kommen, um es wieder herauszuholen. Aber vielleicht löst es sich ja auch auf?! Wobei mir dies doch eher unwahrscheinlich scheint in Anbetracht der Tatsache, dass es dazu dient Blut aufzufangen...Wie auch immer. Falls jemand in der Lage sein sollte mich näher über das Sex-Tampon und dessen Funktionsweise aufzuklären, wäre ich ihm/ihr über einen passenden Kommentar sehr verbunden. Hier nochmal ein Bild für alle:

3 Weiße Tauben

Vielen Menschen ist es vergönnt am frühen Morgen liebevoll von den Eltern, dem Freund oder sonstigen Mitmenschen, vom sanften Getöse des Radios oder von einem nicht ganz so angenehmen, aber immerhin gewohnt-gewolltem Ton aus dem Schlaf geholt zu werden.Ich für meinen Teil wusste dieses Glück garnicht zu schätzen, bis es sich eines morgens eine dicke fette Taube zum Ziel gemacht hat mich meines Schönheitsschlafes zu berauben.Jeden Tag zwischen 7 und 8 Uhr macht es sich das grazile Tierchen auf dem Fenbsterbrett gegenüber bequem und fängt an einen Balz- Gurr- Tanz aufzuführen. Die dabei abgesonderten Töne sind etwa mit einem durch die Wand hindurchdringenden Lustgeschrei vergleichbar. Nun ist dieses Geräusch nicht nur in einer ziemlich hohen Lautstärke vernehmbar, so dass ein Kissen auf dem Kopf nichts bringt, sondern unsere liebe Taube hat -trotz ihrer gewaltigen Masse- auch noch eine ziemlich gute Ausdauer.So sitzt sie also da, gegenüber von meinem Fenster und gurrt. Dabei kommt es mit jedesmal wenn ich sie ansehe, mit den Händen gegen die Scheibe schlage, schreie, pfeife, mit kleinen gegenständen nach ih werfe, so vor als würde sie mich auslachen.Nungut liebe Taube. Hoffen wir, dass ich niemals ein Luftgewehr in die Hände bekomme...

Dienstag, 6. März 2007

Männer

Ist euch schonmal aufgefallen, dass Männer sich irgendwie immer alle total ähnlich sind in ihren Verhaltensweisen und Einstellungen?Im Allgemeinen ist ja bekannt, dass Männer sehr einfach gestrickt sind. Mir sind teilweise sogar gewisse Ähnlichkeiten mit Hunden aufgefallen. Ein paar allseits bekannte Beispiele für die Gleichheit der männlichen Verhaltensweisen sind Angewohnheiten wie furzen, rülpsen, popeln oder rumgammeln. Ach ja und natürlich der EKG (Eier-Kontroll-Griff). Jeder Mann tut es ganz ungeniert. Hunde machen das ähnlich. Sie furzen, gammeln und anstelle des EKG machen sie die ELK (Eier-Leck-Kontrolle) schließlich haben Hunde keine Hände (das ist wohl auch ein grund dafür warum Hunde nicht in der Nase bohren).Wie einfach gestrickt Männer wirklich sind lässt sich wohl auch beim Sex verdeutlichen oder beim Vorspiel. Zum Vergleich:Mann und Frau liegen im Bett. Der Mann ist wie immer erregt und die Frau ist nicht in Stimmung. Also fängt der Mann an sie zu befummeln. Er fummelt über Minuten, Stunden ohne wirklich etwas bei der Frau auszulösen.Dann fängt die Frau an den Mann anzufassen. Bauch, Brust, Intimbereich. 5 Minuten später ist der Mann gekommen. Weitere 5 Minuten später schläft er. Die Frau liegt da, unbefriedigt. Sie fängt an nachzudenken. Am nächsten Morgen gibts es Streit -und warum? Weil die Männer es nicht drauf haben.Natürlich gibt es aber auch andere Fälle. Manchmal passiert es, dass ein Mann es schafft eine Frau zu erregen und es kommt zum Akt. In 70% der Fälle kommt nur der Mann zum Höhepunkt und danach schläft er ein. Soviel zum Thema...Nun fragen sich vielleicht einige wo da die Gemeinsamkeit zum Hund ist. Ganz einfach: Wenn Männer geil sind verhalten sie sich wie ein Hund. Hächeln, gucken, fummeln, selbst zum Höhepunkt kommen und danach schlafen. Achtet mal auf den Blick, der ist wirklich zum verwechseln ähnlich Nunja, da ich diesen Blog nicht ganz so pessimistisch enden will, sollte ich sagen, dass man Männer auch umerziehen kann. Männer werden nicht als perfekte Liebhaber geboren aber wir Frauen können sie dazu machen. Und glaubt mir: Es funktioniert. Aber nur, weil Männer so einfach gestrickt sind

Frauen

Es gibt Momente im Leben, da wünscht man sich nichts sehnlicher als ein Mann und keine Frau zu sein. Mal ehrlich: wir Frauen müssen doch viel mehr durchmachen und ertragen als ihr Männer!Das fängt schon ganz früh an. Erstmal müssen wir mit Puppen und Teddys spielen und nicht mit Autos und Eisenbahnen. Der einzige fahrbare Untersatz mit dem ein Mädchen zu tun haben darf ist die rosa Barbie-Kutsche, das rosa Barbie-Wohnmobil oder der rosa Barbie-Cabriole. Später geht es weiter. Während die Jungs mit ihren Vätern an Autos und Motorrädern rumbasteln stehen wir in der Küche und werden in tiefen Welten der Mehlschwitze oder des Zwiebelschneidens eingeführt. Da ist es doch kein Wunder, dass Männer die besseren Autofahrer sind! Uns Frauen wird jeglicher Kontakt zu Fahrzeugen ja verwehrt! Naja dafür können wir dann besser kochen. Dem entsprechend gibt es also sowas wie Gerechtigkeit. Ganz und garnicht gerecht erscheint mir da das mit der Pubertät. Nicht nur, dass jeglicher Wachstum -sei es nun diverser Haare an verschiedenen Stellen, Pickel oder sonstige Wölbungen am Oberkörper- viel früher beginnt, nein das reicht nicht. Wir werden von den Jungs auch noch damit aufgezogen! Dann geht es weiter...die stechenden Schmerzen im Unterleib, Rücken- und Kopfschmerzen und natürlich Monatsblutungen. Und das alles endet auch noch damit, dass wir Kinder gebähren müssen!Ich hoffe ihr versteht so langsam was ich meine?! Da finde ich es mehr als ok, wenn die lieben Männer schmerzhafte Erlebnisse haben, weil bestimmte Häute zu sehr strapaziert werden... Wie dem auch sei. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: An gewissen anderen Tagen kann ich mich auch glücklich schätzen eine Frau zu sein. An Tagen wir heute zum Beispiel. Nach einer anstrengenden aber auch zutiefst befriedigenden Shoppingtour durch ein Möbelhaus, bei dem man -oder besser Frau- mal wieder ordentlich zugeschlagen hat, gibt es doch nichts besseres als starke Männerhände! Wie sollte Frau denn sonst die schweren Kartons in das viel zu kleine Auto bekommen? Nunja was soll ich sagen...Frausein ist ja eigentlich garnicht so schlecht. Wir können besser kochen, sind intelligenter, haben besseren Geschmack, wir sehen besser aus, können Männer mit Leichtigkeit um den kleinen Finger wickeln und außerdem sind Frauen einfach die besseren Menschen.

Freitag, 19. Januar 2007

Wie komme ich durch den Tag ohne Medienrecht zu lernen?

In einer Woche und 4 Tagen steht die gefürchtete Medienrechtklausur vor der Tür. Von einigen Drittsemestern wurde uns geraten schon früh mit dem Lernen anzufangen. Für alle, die es sich wie ich vorgenommen hatten, aber sich jetztnicht durchringen können etwas zu tun, ein paar Ausreden wie man über den Tag kommt:
  • Vor 10 Uhr: Es ist zu früh zum Lernen. Ich schlafe ja noch. Außerdem kann ich nur ausgeschlafen gut lernen.
  • Vor 12 Uhr: Ich bin gerade erst aufgestanden und kann noch nicht lernen. Man muss schließklich richtig wach sein um gut lernen zu können.
  • Kurz nach 12: Ich muss jetzt erstmal etwas essen. Mit leerem Magen lernt es sich so schlecht.
  • Kurz vor 14 Uhr: Ich bin so vollgegessen. Ich kann nicht lernen, wenn ich mich so voll fühle. Am besten ruhe ich mich erstmal aus.
  • Kurz vor 16 Uhr: Ich brauch erstmal nen Kaffee.
  • Gegen 17 Uhr: Jetzt wird es ja schon dunkel. Das depremiert mich. Wie soll man denn da lernen?
  • Ziemlich genau 18 Uhr: Jetzt muss ich erstmal Simpsons gucken.
  • Gegen 19 Uhr: Oh schon so spät...Naja ich ess erstmal Abendbrot.
  • Kurz vor 20 uhr: Jetzt könnte ich wirklich mal anfangen zu lernen...
  • 15 Minuten später: Oh jetzt fangen die guten Filme an. Das darf ich nicht verpassen!
  • Irgendwann zwischen 22 und 23Uhr: Naja jetzt lern ich eh nichts mehr. Ich geh lieber nochmal auf ne Party und ab morgen klotz ich dann richtig ran.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie es am nächsten Tag weiter geht. Für alle Frühaufsteher und Nichtsesser unter euch noch ein paar extra Ausreden:

  • Ich muss noch sauber machen/ aufräumen
  • Ich muss noch zum Geburtstag meiner Oma
  • Ich muss die Katze füttern
  • Ich kann mich so schlecht konzentrieren, wenn alle anderen was anderes machen
  • Ich bin müde
  • Ich hab Kopfschmerzen
  • Mein Freund lenkt mich immer ab
  • Ich muss noch telefonieren
  • Ich muss noch bloggen......

Samstag, 13. Januar 2007

Wo kommt nur das Wasser her?

Es gibt Tage, da will man einfach nicht aus dem Bett kommen. Diese durchaus nachvollziehbare Einstellung ist umso nachvollziehbarer, wenn man in der Nacht bis 5 Uhr auf einer Neujahresfete war und sich so richtig betrunken hat. Nun gibt es leider auch Tage, an denen muss man einfach aufstehen. So wie ich heute morgen, denn heute war Hauseinsatz.
Dazu solltet ihr wissen, dass ich in einer Studentenverbindung bin und wir deshalb pro Semester etwa 2 Mal einen Tag haben, an dem wir eventuelle Schäden am verbindungshaus reparieren. Das ganze beginnt damit, dass sich die Hausbewohner (so wie ich) nach 4 Stunden Schlaf aus dem Bett quälen, um pünktlich um 10 Uhr am Treffpunkt (dem Wohnzimmer) zu erscheinen und um dann feststellen zu müssen, dass alle anderen erst 2 Stunden später eintrudeln und man deshalb noch getrost eine Stunde länger hätte schlafen können. Aber reden wir nicht von solch unwichtigen Dingen wie schlafen. Ein Student braucht schließlich keinen Schlaf.
Nachdem dann also etwa gegen 12 Uhr endlich auch die Letzten angekommen sind, setzt man sich gemütlich hin und frühstückt erst einmal. Nebenbei denkt man sich lustige Aufgaben aus, die man erledigen könnte. So zum Beispiel das Abschleifen einer versüfften alten Arbeitsplatte oder das Streichen einer Wand.
Nun begab es sich, dass einer der fleißigen Studenten an der Toilettenwand eine hohle Stelle fand, die er sogleich auch ein wenig öffnete. Sekunden später kam er zu den anderen und berichtete von seinem Fund. Hinter der Wand war es feucht. Doch wo sollte das Wasser nur herkommen? Ergriffen vom Ehrgeiz der Sache auf den Grund zu gehen, schnappte ich mir also einen Hammer. Mit Entsetzen erkannte ich, dass der Putz der Wand schon bei geringen Berührungen ins bröckeln kam und sogleich hinab fiel. Also entschloss ich mich das Loch ein wenig zu vergrößern. Während ich da so rumklopfte und einige feuchte Steine fand, kam der selbige Student, der den Schaden entdeckt hatte mit einer neuen Botschaft.
Inzwischen hatte er sich an der anderen Seite der Toilettenwand (im Bad) zu schaffen gemacht und eine Reihe Fliesen von der Dusche entfernt. Dahinter entdeckte er einige grün-grau-violett-schimmernde Kulturen und etwas Erdiges im Boden. Erschrocken buddelte er weiter und stieß auf einen Hohlraum unter der Dusche. Sogleich kamen die anderen Studenten herbei, um sich das ganze zu betrachten. Einige Mutige trauten sich sogar in das Loch hinein zu greifen. Was sie dort fanden schockierte mich sehr. Anscheinden gab es unter unserer Dusche auch noch einen See.
Entsetz begannen die Studenten die komplette Dusche zu entfliesen. Es dauerte auch nicht lange, bis sie auf noch mehr nasse, verschimmelte Ecken stießen. Nun war es mitlerweile schon so spät, dass man beschlossen hatte am nächsten tag mit der Arbeit fortzufahren...Nunja nun werdet ihr euch fragen, wo das Wasser denn nun herkommt! Diese Frage kann ich leider noch nicht mit Gewissheit beantworten. Aber ich verrate euch gerne, was vom Hauseinsatz übrig geblieben ist:
Eine Chaotische Küche ohne Arbeitsplatte, da diese noch im Saal zu trocknen liegt. Außerdem eine Toilettenwand, deren Tapete und Putz nun nicht mehr an der Wand, sondern am Boden liegen. Und natürlich auch das Bad. Nunja mitlerweile erinnert es eher an eine vielfältig besiedelte Duschecke, mit einem kleinen erdigen Vorgarten in dem sich jedoch ein Loch mit einem unterirdischem See befindet.
So schnell wird aus einem Hauseinsatz ein Leben auf einer Baustelle......

Mittwoch, 10. Januar 2007

Ein lustiger Tag im Leben des Tim

Es ist ein Tag wie jeder andere in Tim´s Leben. Freudig verlässt er die Uni. Heute hat es Tim besonders eilig. Er muss noch nach B. zu einer Art "Heiler". Ihr solltet wissen, dass Tim ganz gerne auf alternative Heilmittel zurück greift. Außerdem ist er ein Frühchen und hat deshalb viele Blockaden, die es nun zu beseitigen gilt.
Während Tim nun auf dem Weg zum Bahnhof über die Pfalstersteine springt und versucht den Zug noch zu erreichen, bemerkt er die offene Schoko-Sojamilch in seiner Tasche. Im Rennen versucht er sie herauszuholen und bespritzt seine weiße Hose mit der dunklen Flüssigkeit. Über die riesigen Flecken auf dem geliebten Kleidungsstück ist er so entsetzt, dass er eine Schicht zertretene, rote Beeren auf dem Gras übersieht. Im nächsten Moment findet er sich auf dem Boden sitzend wieder. Diese Chance nutzt Tim, um die Sojamilch von seinen Büchern zu entfernen, bis ihm einfällt, dass er in 4 Minuten am Gleis 3 sein muss.
Hurtig erhebt er sich vom Boden und rennt mit seiner braun gefleckten weißen Hose mit rotem Beerenfleck am Hinterteil weiter. Tim lässt sich auch von den wirren Blicken der Fußgänger nicht irritieren und erreicht glücklich den Zug. Sofort begibt er sich in die Toilette für Behinderte - wodurch er natürlich die Aufmerksamkeit seiner Mitfahrer erregt.
Auf dem WC sitzend und sich die Flecken von der Hose reibend denkt er über die vergangenen 15 Minuten nach. Schließlich bricht er in wildem Gelächter aus, als er darüber nachdenkt, in welch amüsanter Form er dieses Erlebnis seinen Mitbewohnern auftischen kann. So sitz er da und reibt, bis er schließlich in B. ankommt. Auch in B. wird er von den Leuten komisch angesehen, doch das stört Tim nicht. Fröhlich pfeifend hüpft er zum Heiler. Dieser wirft einen irritierten Blick auf Tim, als er dessen seltsam gestylte Hose erblickt. Ohne jede Scham, entschuldigt er sich für das ungewöhnliche Erscheinen und reißt sich die Klamotten vom Leib. (Tim ist übrigens auch ein Exhibitionist)
Darüber ist der Heiler so erfreut, dass er Tim so gleich die Hand an die Füße legt und dort verharrt. - Ihr solltet wissen, dass dies eine anerkannte Methode ist Blockaden zu lösen. Tim weiß dies zu schätzen und streckt dem Heiler sofort auch noch den Hintern entgegen. Angeregt schiebt der alte Mann seine Finger auf das Gesäß und fühlt sich in seiner Berufswahl wieder einmal bestätigt. Nach einer Stunde ist die Sitzung vorbei und Tim fühlt sich vollkommen erfüllt.
Befriedigt und absolut befreit von allen Blockaden macht er sich auf den Weg zum nächsten Jeans-Geschäft und kauft sich im Rausch ein neues paar Hosen.
Und was er damit angestellt hat, erfahrt ihr das nächste Mal....

Dienstag, 9. Januar 2007

Ein typischer Dienstag

06:32 Uhr - Völlig verwirrt erwache ich aus einem furchbaren Traum und ärgere mich Sekunden später schon darüber, dass ich schon wach bin, obwohl ich eigentlich noch 22 Minuten schlafen kann. Genervt drehe ich mich um und schlafe weiter.
06:54 Uhr - Ein weiteres Mal erwache ich völlig verwirrt. Diesmal wurde ich voneiner fürchterlichen Stimme erweckt, die aus meinem Radiowecker dröhnte.
06:56 Uhr - Mitlerweile habe ich mich aus dem Bett gequält und begebe mich auf den Weg zum Bad. Dabei muss ich feststellen, dass mein neuer Mitbewohner das Bad blockiert. Genervt stolpere ich in die Küche, um mir einen Tee zu machen - mein Hals tut nämlich scheiße weh.
07:07 Uhr - Inzwischen hab ich einen tee gekocht und war kurz im Bad. Jetzt bin ich wieder in meinem Zimmer, wo kurze Zeit später Laurin reingestolpert kommt. Er zieht mich damit auf, dass ich jetzt schon weg muss und legt sich wieder schlafen. DAMN IT!
07:40 Uhr - Nachdem der Versuch meine Haare zu bändigen, Frühstück zu machen und mein verschlafenes Gesicht einigermaßen unter einer Schicht Make-up zu verstecken, mache ich mich auf den Weg zum Bus. Natürlich ist es nass und kalt draußen...
08:16 Uhr - Ich hab die 30 Minuten Busfahrt nach fucking Dieburg überlebt und stoße auf dem Weg zur Lolo-Vorlesung auf die Freaks vom Wohnheim. Sofort springe ich Chozen an und schreie "Jaaaaa SAW 3 - gucken!!!!!"
Der typische Dienstag nimmt seinen Lauf...
Wie immer nerve ich die anderen und hickse herum. Dies tu ich so lange, bis wir endlich in den Übungsraum gehen und wir einen Blog erstellen sollen. Naja nun sitze ich hier...

Tim´s fantastische Welt

Tim´s fantastische Welt

Es ist halb sieben und Tim sitzt wir immer gebannt vor seinem Rechner. Er guckt sich nicht etwa pornografische Bilder an, sondern er spielt World of Warcraft – kurz WoW. Dabei freut er sich heute besonders über ein ziemlich stylisches Schwert, dass er dank spielerischer Raffinesse und Geschick am gestrigen Spieltag zu einem Drittel oder sogar noch viel weniger, es war nämlich super günstig, des ursprünglichen Einkaufspreises erworben hat. Dieses lila strahlende Schwert passt sich seinem Outfit wunderbar an und ist deshalb extrem wichtig für seinen Charakter.
Momentan hat Tim einen kleinen Panzer übernommen und schießt damit willkürlich auf andere Kleine- Panzer- Fahrer. Der Sinn des Spieles ist alle anderen gnadenlos zu vernichten. Ob Tim mit seinem Mörderherz dabei Erfolg haben wird, wird sich im Laufe der nächsten Minuten zeigen. „Das ist einfach nur total bescheuert." Beteuert er und lässt sich dennoch nicht von dem irrsinnigem Spiel, ohne Ende, abbringen. „Ich mach das ja nur aus Langeweile", sagt er weiterhin und stopft dabei Schokolade in sich. Schmatzend wundert er sich über den eigentlichen Sinn des Lebens, den er eh niemals herausfinden wird.
Mit einem nervigen Tappen auf den Ball, der eigentlich mir gehört, versucht er mich aus der Ruhe zu bringen. Dabei blickt er dumm vor sich hin.
Kommen wir zurück zum wichtigsten Fakt im Leben des Tim: WoW. Eigentlich mag er dieses Spiel gar nicht mehr. Aber da er sich gerne den Zwängen einer Gruppe hingibt, lässt er sich nicht davon abhalten den banalen Handlungen in einer irren Welt nachzugehen. Eine Handlung, welche die Langeweile von Tim und seinen Mitspielern zum Ausdruck bringt, ist das sinnlose Herumhüpfen. Dieser Akt, der an einen Balztanz erinnert, wird solange vollzogen, bis die Langeweile komplett ausgetrieben ist. Danach fängt man an sich gegenseitig per Teamspeak seltsame Botschaften, wie „N.N. heuli" (zu deutsch „Need no heulen" = brauche kein weinen) zukommen zu lassen. Den genauen Inhalt zu verstehen ist sehr kompliziert und auch für geübte Hörer ein schwieriger Akt.
Zusammengefasst könnte man den Akt der Langenweile auch in verschiedene Phasen unterteilen:

Phase 1 sinnlos herumspringen
Phase 2 im Teamspeak sinnlose Kommentare abgeben
Phase 3 die Kommentare als sinnlos empfinden und seine Meinung in Schriftform zum Ausdruck bringen
Phase 4 auf dem Tisch rumgammeln und Dinge verschütten
Phase 5 sich etwas zu Essen machen (dabei im Hinterkopf haben, dass man gleich weiterspielen muss)
Phase 6 schnell wieder hoch rennen und weiter machen mit Phase 1

Nun muss man dazu sagen, dass diese Phasen bei unserem Tim ein bisschen anders ablaufen. Schließlich hat er seit 40 Tagen eine liebreizende Mitbewohnerin (meine Wenigkeit) , die ihm die lange Zeit des Wartens versüßt. Aber leider kann auch sie ihm nicht weiterhelfen, wenn er Höllenqualen durchleidet. Denn ab und zu stürzt sein PC komplett ab und dies ist bei Tim mit einem Weltuntergang gleichzusetzen. Um seinen Zorn dann abreagieren zu können, benutzt er eine seltsam quietschende Maschine. Die dabei entstehenden merkwürdigen Geräusche werden von dem furzenden Knietschen des Balls, welchen er mir gestohlen hat, übertüncht.
Mittlerweile ist es 19 Uhr. Tim sitzt immer noch gelangweilt vorm PC und wartet darauf, dass etwas spannendes passiert. Natürlich verrate ich ihm zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, dass dieses besondere Ereignis, welches er sich erhofft, niemals stattfinden wird. Lieber lausche ich den lieblichen Klängen seiner krächzenden Stimme und folge mit meinen Augen den sanften Bewegungen seines Rumpfes. Zusammen mit der quietschenden Maschine und dem knietschenden Ball ergibt dies ein beinah lächerliches Gesamtbild. Nun bedauere ich einmal mehr keine versteckte Kamera in Tim ´s Zimmer installiert zu haben.
Es ist 19:16 Uhr. Inzwischen ist Tim ´s PC mal wieder abgestürzt. Diesmal hat er sogar die Ursache für das plötzliche Ableben des Computers herausgefunden. Sobald er ein Musikvideo abspielt und wieder zu WoW wechseln will, stürzt das Wunderwerk der Technik ab. Meiner Meinung nach steckt dahinter ein tieferer Sinn. Sicherlich ist der PC es inzwischen auch schon Leid immer dasselbe zu erleben und versucht ihn nun von dem Spiel durch eiskalten Entzug weg zu bringen. Bisher war dies weniger erfolgreich, doch ich bin mir sicher, dass wir es mit vereinten Kräften schaffen werden.
Es ist 19:38Uhr. Endlich geht es los. Zunächst müssen sich alle Mitspieler an einen vorher verabredeten Ort begeben. Nachdem Tim dort angekommen ist beginnt er seine Fläschchen mit den Zaubertränken (Tim ist ein Magier) zu ordnen und vorzubereiten. Wieder herrscht Stille und die Langeweile beginnt sich zu verbreiten. Tim beginnt mit Phase 1. Seine Gildenkammeraden sind bereits bei Phase 2 und 3 angelangt. Anscheinend hat meine Anwesenheit doch Auswirkungen auf das Verhalten und Empfinden von Tim . Meine Hoffnung ihn irgendwann ganz von diesem Spiel wegzubringen, wird also bekräftigt.
Kommen wir zurück zum Spiel. Tim bzw. seine magische Figur, lässt sich auf dem Rücken eines Tigers durch den Wald tragen. Bis hin zu einer Art Burg, vor welchem sich bereits einige seiner springenden Genossen eingefunden haben. Erst jetzt entdecke ich ein mir bisher unbekannt gebliebenes Schriftstück. Nennen wir es „DIE LISTE". Auf dieser sind verschiedene Daten und Zeitangaben niedergeschrieben. Wie sich herausstellt, handelt es sich hierbei nicht um eine sinnlose Aneinanderreihung von Zahlen, sondern um die Mitschrift der Zeiten, zu welchen Tim am Spiel teilgenommen hat. Schnell kritzelt Tim einige weitere Symbole auf DIE LISTE und lässt sie sofort wieder in den tiefen Abgründen seines Schreibtischchaos verschwinden. Anscheinend handelt es sich um ein sehr wichtiges Dokument, dessen Inhalt der Welt verborgen bleiben sollte.
Wenden wir uns wieder dem Spiel zu. Vor lauter Langeweile hat sich Tim dazu entschlossen wieder durch den Wald zu rennen und ein seltsames Gebäude aufzusuchen. Vor ihm rennt ein weißhaariges Ding, mit kräftigen Oberarmen und einer schmalen Hüfte. Tim ´s Weg führt ihn durch verschiedene große Säle, deren Torbögen mit Totenköpfen verziert sind. Außerdem tropft eine giftgrüne Flüssigkeit von den Wänden. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um solche Körperausscheidungen, welche normalerweise durch die Nase abgesondert werden. Nun trifft Tim endlich wieder auf eine Gruppe anderer Verrückter. In mir erwacht der Glaube, es könnte nun bald losgehen...
Zu meiner Verwunderung habe ich gerade eine der seltsamen Botschaften des Teamspeak vernommen und wie mir scheint, auch verstanden. Man einigte sich darauf nun noch zwei Stunden weiter zu spielen. Wobei mir gerade etwas schleierhaft ist in wiefern man das bisherige Rumgehüpfe als spielen bezeichnen kann.
Es ist fast 20 Uhr und es ist immer noch nichts weltbewegendes passiert. Ich denke, dass selbst der fanatische Tim mir dabei zustimmen würde.
Inzwischen sind wir so weit, dass per Teamspeak die Anwesenheit verschiedener Gildenmitglieder überprüft wird. Mir scheint, als würde man die seltsame Aneinanderreihung von Silben per Teamspeak nach einer Weile verstehen. Diese scheinbar hochkomplexe Sprache ist für aufmerksame Zuhörer also recht schnell zu erlernen.
Zwei Minuten nach 20 Uhr. Ein erster Befehl ertönt durch die heiligen Hallen des Teamspeak. „Bitte alle nach hinten und so wenig wie möglich reden!" Ich glaube nun wird es endlich beginnen. Man erläutert die Vorgehensweise und gibt letzte Tipps. Die Gruppe hat sich zurückgezogen und versammelt. Vor ihnen steht der Boss. Ein großes, haariges Etwas. Ein letzter Befehl: „Vollste Konzentration." Und es geht los.
Verschiedenfarbige Lichtblitze treffen auf den Boss ein. Er schlägt um sich. Nacheinander werden nun die Gruppen 1 bis 5 aufgerufen. Mit Feuerbällen bewaffnet bahnt Tim sich den Weg. Wenn man nun seinen Blick weg von der spannenden Handlung auf dem Bildschirm wendet, sieht man wenig Spektakuläres. Tim tippt ununterbrochen auf einer Taste herum und starrt dabei gebannt auf den PC. Es scheint als wäre er in einer anderen Welt. Er ist hochkonzentriert und vermutlich auch nicht ansprechbar. Er beginnt zu stöhnen. Seufzen. Der Hoffnungsschimmer in seinen Augen verliert sich langsam. Man rechnet damit zu verlieren. „Boahr das reicht nicht!" und ein leiser Seufzer sind die letzten Worte, welche Tim über die Lippen gehen, bevor auf dem Bildschirm ein unbarmherziger Schriftzug erscheint. „Ihr seid gestorben." Heißt es und nun sind alle Hoffnungen zerstört. Es ist 20:11 Uhr. So eben wurden wir Zeuge eines 9 Minuten andauernden Spektakels, welches zwei Stunden Vorbereitung benötigte. Da stellt sich einem doch wirklich die Frage nach dem eigentlichen Sinn des Spieles und nicht die, nach dem Sinn des Lebens. Schließlich sollte man durch ein Spiel doch unterhalten und befriedigt werden und nicht gelangweilt. Da hat das Leben an sich mehr zu bieten.
Aber zurück zu WoW. Man hat beschlossen sich einem anderen Boss zu stellen. Dieser sieht dem ersten zwar äußerlich ziemlich ähnlich, hat aber einen anderen Namen und ist somit natürlich auch völlig anders. Wieder versammelt man sich in einer Gruppe. Die Spieler der Gilden scheinen Herdentiere zu sein oder sie beugen sich nur einfach dem Gruppenzwang.
Erneut ertönt die mir inzwischen bekannte Stimmte: „Wie lang braucht ihr noch?" Wir werden von einem störenden Türklingeln unterbrochen. Schwermütig trennt sich Tim von meinem Ball und öffnet die Tür. Es ist MZ. Stolz präsentiert Tim sein großes, lila schimmerndes Schwert. MZ scheint davon wenig begeistert und befeuchtet den Boden.
Völlig abgelenkt von den mich umgebenden Ereignissen verpasse ich fast Tim ´s große Siegesstunde. Doch der Triumph über zwei untere Bosse ist nur von kurzer Dauer. Der Maintank-Shooti ist gestorben. Unmut macht sich breit. Die verstorbenen Gildenbrüder beginnen wieder damit einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen, dem Umherrennen. Derweil gönne ich mir eine kleine Versorgungspause. Als ich wiederkomme finde ich einen kleinen, verstörten Tim wieder. Es schmerzt mir in der Seele, als er mir von seinem tragischen Tod erzählt. Doch die Trauer legt sich schon bald wieder. Beim dritten Angriff zeigen sich endlich die unglaublichen Fähigkeiten, welche in Tim stecken. Von diesem Moment an besteht kein Zweifel mehr: Tim ist IMBA.
Um 21:10 Uhr endlich die frohe Botschaft: Nach dem dritten Anlauf hat man den Boss endlich besiegt. Die Stimmung steigt und alle sind glücklich.
Welch schönes Happy End!