Dienstag, 29. Mai 2007

Fauler Sauhaufen oder einfach nur StudentenWG

Als ich heute nichts ahnend, gestresst und völlig ausgehungert von einem Bewerbungsgespräch bei darmstadt.eins (jaa ich wurde genommen ;) ) nachhause kam, wurde ich mal wieder von einem Gefühl namens Ekel überkommen. Wie so oft hatten meine lieben Mitbewohner alles stehen und liegen lassen und sich dann aus dem Staub gemacht.

Kurze Info für alle, die es noch nicht wissen: Ich lebe in einem Haus zusammen mit 5 anderen Studenten.

Das alles könnte auch so schön sein, wenn es da nicht neben dem immernoch kaputten und ständig dreckigen Bad (siehe ein paar Blogs vorher + Bild rechts) ein allgemeines Faulheitsproblem gäbe. Im Allgemeinen könnte man dies auch als "ich habs nicht gemacht, also muss ichs auch nicht wegmachen"- Gefühl bzw. teilweise auch die Einstellung "ich habs zwar gemacht, aber jemand anderes wird es schon beseitigen" bezeichnen. Okay ich beende mal mein Drumherumgeschwafel und gebe euch Beispiele. (Natürlich mit geänderten Namen, damit sich auch niemand angegriffen fühlt ;) )

Da wäre z.B. Ben (Name geändert ;) ). Er wohnt noch nicht besonders lange hier, hat aber anscheinend in seinen 21 Jahren, die er bereits auf dieser Erde verweilt noch nie etwas machen müssen. Soweit ich weiß wird er sehr von seiner Mutter verwöhnt und hat nie nen Finger krumm gemacht. Ihr könnt euch vorstellen, dass er sich hier jetzt auch dem entsprechend verhält. Das Essen bleibt so lange im Kühlschrank, bis sich lebende Kulturen darauf niederlassen, die Töpfe stehen in der Spüle, um nach 3 Wochen von Pilzen überwuchert zu werden usw. .

Da ich nach einiger Zeit keine Lust mehr hatte die Töpfe vorm Pilzbefall zu retten, da ich sie ja immerhin auch noch benutzen will (Ben´s Essen ist mir nicht so wichtig, aber ich habe ihm eine freundliche Notiz auf einer Packung hinterlassen. Da steht: "Achtung! Schimmel!". Ich hoffe es hat ihn vom essen abgehalten...) habe ich extra für Ben einen Zettel in der Küche aufgehangen.
Auf diesem habe ich groß und deutlich darauf hingewiesen, dass sich Töpfe nicht von allein spülen und jeder seinen Kram selber weg zu räumen hat.

Ob es was genützt hat? Nein! Unser lieber ben hat sich nämlich nicht angesprochen gefühlt. Nungut ich gebe natürlich nicht auf und bleibe weiter dran...

Ok dann wäre da noch Manni (Name geändert), der ab und zu für einige Tage bei uns lebt. In dieser Zeit scheint das ohnehin schon unsaubere Haus immerwieder einen neuen Tiefpunkt zu erreichen. Die Teller und Flaschen bleiben auf dem Wohnzimmertisch stehen, ebenso Krümel und andere Essensreste.
Aber Manni ist nicht der Einzige der das mit der Sauberkeit so handhabt. Ein weiteres, etwas unappetitlicheres Beispiel ist die Dusche, in der es sich häufig Haare von verschiedensten Menschen, aus verschiedensten Körperregionen bequem machen.
Nungut - genug dazu. Ich will euch ja nicht den Rest des Tages verderben. Kommen wir lieber dazu, was ich gegen all dies Treiben unternehme.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, renne ich, als temperamentvolle und laut Zeugnisbeurteilungen "vorlaute" Thüringerin regelmäßig schreiend, fluchend und natürlich auch putzend durch das Haus. Ich habe schon versucht alles einfach verkommen zu lassen, bis jemand anderes darauf aufmerksam wird und es beseitigt- sinnlos. Bereits nach 5 Tagen musste ich aufgeben, da ich sonst vor lauter Abscheu weder essen noch duschen hätte können.

Nun frag ich euch: Was soll ich tun? Bitte helft mir, ich bin verzweifelt!



Keine Kommentare: