Wer in einer Großstadt wie Darmstadt mal eben einen Döner essen will, hat es gar nicht so leicht. Bei der riesigen Auswahl fällt die Entscheidung schwer. Noch dazu weiß man nicht, was man bekommt. Damit ihr in Zukunft genau wisst auf was ihr euch einlasst, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und verschiedene Dönerläden getestet.
Da wird das Brot sogar selbst gebacken
Man mag es kaum glauben, aber eine Vielzahl der Dönerbuden hat sogar selbstgebackenes Brot. Die Qualität und sonstige Auswahl ist aber dennoch ziemlich unterschiedlich.
Der Side Döner am Willy Brandt Platz in Darmstadt gehört eher zu den Negativbeispielen. Natürlich ist das selbstgebackene Brot etwas ganz Besonderes und außerdem gibt es Tische und Stühle zum Hinsetzen. Der Döner an sich sieht auch sehr delikat aus. Das alles lenkt jedoch nicht vom Geschmack ab. Denn in dieser Hinsicht ist der normale Döner dort mit 3,50€ nicht nur zu teuer, sondern auch zu trocken. Die Soße, welche in Aussehen und Konsistenz an türkische Freischwimmer erinnert, wird selbst gemacht, ist aber zu flüssig. Letzten Endes schwimmt der Teller, doch Fleisch und Salat bleiben unberührt.
Wer also beim Side Döner bestellt, sollte gleich noch etwas zu trinken kaufen.
Auch bei Efendi in der Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt wird jeden Tag mehrmals Brot gebacken. Hier bekommt man zudem auch große Fladenbrote für wenig Geld. Der Hähnchen-Döner ist mit 2,50€ ziemlich günstig und auch sehr lecker. Auch das Ambiente mit den hübschen Zierkacheln im Gastraum ist gemütlich. Alles in allem ist das Preis-Leistungsverhältnis hier sehr gut.
Wer einen der besten Döner Darmstadts essen will, sollte dem Pallascenter in der Pallaswiesenstraße in Darmstadt einen Besuch abstatten. Hier gibt es neben dem Studentenrabatt (Studentendöner 3,00€, Normal 3,50€) und einer Rabattkarte (bei 10 Dönern gibt’s einen umsonst) auch selbst gemachte Soße aus der Ketchupflasche. Ein etwas ungewöhnlicher Anblick aber dafür umso leckerer und vor allem passend zum Humor des Inhabers.
Wer den nicht mal ausprobiert ist selber schuld.
Ein weiterer Favorit hat seinen Sitz in der Dieburger Straße 12. Bei Ido´s Döner gibt es ebenfalls Rabatt für Studenten, weshalb er vor allem bei TU-Studenten und im ganzen Martinviertel beliebt ist. Ein Studentendöner kostet hier ebenfalls 3,00€ und ein normaler 3,50€. Das Lokal ist zwar eher klein aber dafür fein. Abgesehen davon gibt es hier einen der wenigen Döner, bei denen auch ein Scheibchen Gurke zu finden ist.
Dafür lohnt es sich doch!
Ziemlich sympathisch
Einen riesen Sympathiepunkt sollte der Besitzer vom Harput Lezzet Döner in der Lauteschlägerstraße 3 bekommen. Naja, eigentlich eher seine beiden Söhne. Die sind mit ihren geschätzten elf Jahren nicht nur unglaublich süß, sondern auch sehr fleißig und aufmerksam. Beim Warten auf den Hähnchen- (2,50€) oder Kalbsdöner (3,50€), wird einem garantiert ein Tee angeboten. Eine weitere Besonderheit ist der Belag des Döners. Neben Rot- und Weißkraut, Salat, Fleisch, Tomate und Gurke bekommt man hier auch Karottenstückchen und eine Peperoni. Auch wenn das Brot nicht selbstgebacken ist schmeckt es dennoch gut. Außerdem lohnt sich ein Besuch schon allein, um die kleinen Hilfskellner in Jogginghose und Turnschuhen zu bewundern.
Für Vegetarier
Auch wenn der normale Döner bei Ye-Babam-Ye am Schloss eher unspektakulär ist, gibt es hier etwas ganz besonderes für die Anti-Fleisch-Fraktion. Der vegetarische Döner schmeckt um einiges besser als bei Anderen. Dies liegt nicht zuletzt an den gebratenen Auberginen und Paprika und dem mit Schafskäse gefüllten Zigarrenbörek. Mit 3,00€ ist dieser Döner für Studenten erschwinglich und bietet auch Fleischfans eine gesunde und leckere Abwechslung.
Hier gibt es übrigens auch ein spezielles Angebot für Studenten: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr kostet der normale Döner 2,99€ und ein Döner mit Getränk 3,50€.
Soll noch mal einer sagen Döner schmeckt nur mit Fleisch.
Lecker Soße von Knorr
Einen kleinen Schock erlebten wir im Takim Döner Kebap Haus in der Dieburger Straße, das eher ein Imbissstand, als ein Haus ist. Wer hier seinen Döner bestellt, weiß zumindest ganz genau, was in der Soße ist bzw. woher sie kommt. Die Verkäufer scheuen sich nicht, sich eine Knorr-Salatdressingflasche vor den Augen der Kundschaft unter den Arm zu klemmen, zu öffnen und über den Döner zu kippen. Nicht besonders appetitlich.
Da sind die 3,00€, die Studenten bei Ido´s Döner wenige Meter weiter zahlen, besser angelegt.
Es gibt auch Grenzen
Natürlich würden wir fast alles tun, um euch gut zu informieren aber manchmal geraten wir an unsere Grenzen. So geschehen bei Mak Döner in der Landgraf-Georg-Strasse in Darmstadt und beim Dönerstand in Dieburg (bei Edeka). Neben dem nicht ganz so verlockenden Anblick dieser Stände wurden wir auch von „Opfern“ auf die schlechte Qualität der Döner hingewiesen. Abgesehen davon hat es vor allem in Dieburg, wo ein Döner 3,50€ kostet, der Preis in sich.
Also: Lieber Hände weg!
Für alle die mehr wissen wollen
Wo kommt er eigentlich her, dieser Döner? Und wie heißt er mit vollem Namen? Sein richtiger Name lautet „ das sich drehende Gebratene“ (von türkisch dönmek: "sich drehen" und kebap: "das Gebratene"). Mit dem ursprünglichen osmanischen Gericht hat der Döner, wie wir ihn in Deutschland kennen, rein gar nichts zu tun. So taucht er bereits in Reiseberichten des 18. Jahrhunderts auf. Damals wurde ausschließlich Hammelfleisch verwendet, was an einem Spieß gegrillt und anschließend mit Reis und einer scharfen Soße serviert wurde. Auch heute isst man das Kebap-Fleisch in der Türkei selten im Fladenbrot, sondern vom Teller. Und auch die sonst so vertraute Soße sucht der Deutsche dort vergebens. Typische Beilagen sind vielmehr gebratene Paprika und andere Gemüse.
Nach Deutschland kam der „Döner“ in den siebziger Jahren. Unsere übliche Variante mit Salat und der Joghurtsoße wurde in Berlin-Kreuzberg von türkischen Einwanderern erfunden. Typischerweise im Fladenbrot serviert enthält der „Deutsche Döner“ meist noch Tomaten, Zwiebelringe und oft auch Weißkraut oder Rotkohl. Mittlerweile sind aber auch zig andere Varianten denkbar. Allerdings: Seit `89 gilt die rechtlich bindende „Festschreibung der Berliner Verkehrsauffassung für das Fleischerzeugnis Dönerkebap“. Darin ist die Zusammensetzung weitgehend geregelt.
Man mag es kaum glauben, aber eine Vielzahl der Dönerbuden hat sogar selbstgebackenes Brot. Die Qualität und sonstige Auswahl ist aber dennoch ziemlich unterschiedlich.
Der Side Döner am Willy Brandt Platz in Darmstadt gehört eher zu den Negativbeispielen. Natürlich ist das selbstgebackene Brot etwas ganz Besonderes und außerdem gibt es Tische und Stühle zum Hinsetzen. Der Döner an sich sieht auch sehr delikat aus. Das alles lenkt jedoch nicht vom Geschmack ab. Denn in dieser Hinsicht ist der normale Döner dort mit 3,50€ nicht nur zu teuer, sondern auch zu trocken. Die Soße, welche in Aussehen und Konsistenz an türkische Freischwimmer erinnert, wird selbst gemacht, ist aber zu flüssig. Letzten Endes schwimmt der Teller, doch Fleisch und Salat bleiben unberührt.
Wer also beim Side Döner bestellt, sollte gleich noch etwas zu trinken kaufen.
Auch bei Efendi in der Landgraf-Georg-Straße in Darmstadt wird jeden Tag mehrmals Brot gebacken. Hier bekommt man zudem auch große Fladenbrote für wenig Geld. Der Hähnchen-Döner ist mit 2,50€ ziemlich günstig und auch sehr lecker. Auch das Ambiente mit den hübschen Zierkacheln im Gastraum ist gemütlich. Alles in allem ist das Preis-Leistungsverhältnis hier sehr gut.
Wer einen der besten Döner Darmstadts essen will, sollte dem Pallascenter in der Pallaswiesenstraße in Darmstadt einen Besuch abstatten. Hier gibt es neben dem Studentenrabatt (Studentendöner 3,00€, Normal 3,50€) und einer Rabattkarte (bei 10 Dönern gibt’s einen umsonst) auch selbst gemachte Soße aus der Ketchupflasche. Ein etwas ungewöhnlicher Anblick aber dafür umso leckerer und vor allem passend zum Humor des Inhabers.
Wer den nicht mal ausprobiert ist selber schuld.
Ein weiterer Favorit hat seinen Sitz in der Dieburger Straße 12. Bei Ido´s Döner gibt es ebenfalls Rabatt für Studenten, weshalb er vor allem bei TU-Studenten und im ganzen Martinviertel beliebt ist. Ein Studentendöner kostet hier ebenfalls 3,00€ und ein normaler 3,50€. Das Lokal ist zwar eher klein aber dafür fein. Abgesehen davon gibt es hier einen der wenigen Döner, bei denen auch ein Scheibchen Gurke zu finden ist.
Dafür lohnt es sich doch!
Ziemlich sympathisch
Einen riesen Sympathiepunkt sollte der Besitzer vom Harput Lezzet Döner in der Lauteschlägerstraße 3 bekommen. Naja, eigentlich eher seine beiden Söhne. Die sind mit ihren geschätzten elf Jahren nicht nur unglaublich süß, sondern auch sehr fleißig und aufmerksam. Beim Warten auf den Hähnchen- (2,50€) oder Kalbsdöner (3,50€), wird einem garantiert ein Tee angeboten. Eine weitere Besonderheit ist der Belag des Döners. Neben Rot- und Weißkraut, Salat, Fleisch, Tomate und Gurke bekommt man hier auch Karottenstückchen und eine Peperoni. Auch wenn das Brot nicht selbstgebacken ist schmeckt es dennoch gut. Außerdem lohnt sich ein Besuch schon allein, um die kleinen Hilfskellner in Jogginghose und Turnschuhen zu bewundern.
Für Vegetarier
Auch wenn der normale Döner bei Ye-Babam-Ye am Schloss eher unspektakulär ist, gibt es hier etwas ganz besonderes für die Anti-Fleisch-Fraktion. Der vegetarische Döner schmeckt um einiges besser als bei Anderen. Dies liegt nicht zuletzt an den gebratenen Auberginen und Paprika und dem mit Schafskäse gefüllten Zigarrenbörek. Mit 3,00€ ist dieser Döner für Studenten erschwinglich und bietet auch Fleischfans eine gesunde und leckere Abwechslung.
Hier gibt es übrigens auch ein spezielles Angebot für Studenten: Von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr kostet der normale Döner 2,99€ und ein Döner mit Getränk 3,50€.
Soll noch mal einer sagen Döner schmeckt nur mit Fleisch.
Lecker Soße von Knorr
Einen kleinen Schock erlebten wir im Takim Döner Kebap Haus in der Dieburger Straße, das eher ein Imbissstand, als ein Haus ist. Wer hier seinen Döner bestellt, weiß zumindest ganz genau, was in der Soße ist bzw. woher sie kommt. Die Verkäufer scheuen sich nicht, sich eine Knorr-Salatdressingflasche vor den Augen der Kundschaft unter den Arm zu klemmen, zu öffnen und über den Döner zu kippen. Nicht besonders appetitlich.
Da sind die 3,00€, die Studenten bei Ido´s Döner wenige Meter weiter zahlen, besser angelegt.
Es gibt auch Grenzen
Natürlich würden wir fast alles tun, um euch gut zu informieren aber manchmal geraten wir an unsere Grenzen. So geschehen bei Mak Döner in der Landgraf-Georg-Strasse in Darmstadt und beim Dönerstand in Dieburg (bei Edeka). Neben dem nicht ganz so verlockenden Anblick dieser Stände wurden wir auch von „Opfern“ auf die schlechte Qualität der Döner hingewiesen. Abgesehen davon hat es vor allem in Dieburg, wo ein Döner 3,50€ kostet, der Preis in sich.
Also: Lieber Hände weg!
Für alle die mehr wissen wollen
Wo kommt er eigentlich her, dieser Döner? Und wie heißt er mit vollem Namen? Sein richtiger Name lautet „ das sich drehende Gebratene“ (von türkisch dönmek: "sich drehen" und kebap: "das Gebratene"). Mit dem ursprünglichen osmanischen Gericht hat der Döner, wie wir ihn in Deutschland kennen, rein gar nichts zu tun. So taucht er bereits in Reiseberichten des 18. Jahrhunderts auf. Damals wurde ausschließlich Hammelfleisch verwendet, was an einem Spieß gegrillt und anschließend mit Reis und einer scharfen Soße serviert wurde. Auch heute isst man das Kebap-Fleisch in der Türkei selten im Fladenbrot, sondern vom Teller. Und auch die sonst so vertraute Soße sucht der Deutsche dort vergebens. Typische Beilagen sind vielmehr gebratene Paprika und andere Gemüse.
Nach Deutschland kam der „Döner“ in den siebziger Jahren. Unsere übliche Variante mit Salat und der Joghurtsoße wurde in Berlin-Kreuzberg von türkischen Einwanderern erfunden. Typischerweise im Fladenbrot serviert enthält der „Deutsche Döner“ meist noch Tomaten, Zwiebelringe und oft auch Weißkraut oder Rotkohl. Mittlerweile sind aber auch zig andere Varianten denkbar. Allerdings: Seit `89 gilt die rechtlich bindende „Festschreibung der Berliner Verkehrsauffassung für das Fleischerzeugnis Dönerkebap“. Darin ist die Zusammensetzung weitgehend geregelt.
In diesem Sinne, guten Appetit und denkt dran: Nur Döner macht schöner!
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